Die Domestizierung des Silberfuchses.

Die Domestizierung des Silberfuchses.

Der Russische Biologe Belajew wurde in den fünfziger Jahren mit der Leitung einer Silberfuchsfarm betraut. Innerhalb von nur 30 Generationen gelang es ihm durch gezielte Selektion von wenig aggressiven Tieren eine zahme Variante zu Züchten. Die Tiere verloren ihre natürliche Aggressivität und wurden zutraulich wie Haushunde. Der zweite, unbeabsichtigte Effekt war, die Tiere verloren ihren natürlichen Fortpflanzungsrhytmus von einem Jahr und konnten wie Hunde zweimal im Jahr trächtig werden.

Der Dingo, ein nicht vollständig domestizierter Wolf, ist eine Zwischenphase von Wolf und Haushund. Dingoweibchen haben nur eine Wurf im Jahr, kommen aber zweimal im Jahr wie Hunde, in den Östrus. Sie werden aber nur einmal tatsächlich Tragend. Beim zweiten Mal kommt es höchsten zu Scheinschwangerschaften.

Die Selektion der wenig aggressiven Tiere verändert das Gehirn der Tiere. Sie sind zu natürlicher Aggression, zu natürlicher Selbstverteidigung nicht mehr in der Lage. Es fehlt ihnen einfach das Gehirn dazu. Dieser Vorgang hat nichts mit Zähmung zu tun. Gezähmt werden kann nur ein gefangenes, zuvor wild lebendes Tier durch Dressur. Das ist aber nur bedingt möglich. Die Verhaltensänderung wird dabei durch Training verursacht. Die Verhaltensänderung bei gezüchteten Tieren ist durch Veränderungen des Gehirns verursacht. Derselbe Vorgang ist auch beim Menschen zu beobachten. Seit Beginn der Menschenzüchtung ist das Gehirn des Menschen nachweislich geschrumpft. Es hat ohne Zweifel eine künstliche Selektion stattgefunden. Die „Willigen“, die Zahmen durften, konnten sich vermehren. Die natürliche Zeugung wurde systematisch unterdrückt. Das geschieht bis heute. Alles gezüchtete Leben sowie Hunde und Silberfüchse, nicht mehr zu einem natürlichen Verhalten in der Lage. Hunde haben nachweislich eine geringere Intelligenz als Wölfe. Dasselbe gilt auch für selektierte, gezüchtete Menschen.

In der freien Wildbahn sind selektierte, gezüchtete Lebewesen nicht mehr Überlebensfähig, ihr Aussterben ist vorbestimmt. Die weiter natürlich stattfindende Evolution geht an den gezüchteten Vorüber. Sie bleiben in der Wahnwelt der Züchter und gehen mit ihr zwangsläufig unter.

Seit Beginn der Selektierung der, der willentlichen Züchtung von Menschen sind etwa Zehntausend Jahre vergangen. Bei einer Generationsfolge von 25 Jahren sind bisher etwa 400 Generationsfolgen entstanden. Bei weitem ausreichend um irreversible Veränderungen an der Biologie des Menschen manifest werden zu lassen. Für diese Menschen gibt es kein Zurück in ein natürliches Leben, sie sind zum Aussterben bestimmt. Das haben sie ihren Züchtern zu verdanken. Allerdings gilt das nur für einen Teil der Menschen. Die Selektion wurde in dieser Zeitspanne nicht konsequent durchgeführt. Dadurch ist die Menschheit noch mit einem natürlichen Genpol ausgestattet. Die Auswirkungen auf das Gehirn sind noch gering oder auch nicht vorhanden. Diese Menschen haben eine Überlebenschance. Und entkommen der Selektion durch Menschenzüchter und können sich evolutionär weiter Entwickeln. Sie sind noch Evolutionsfähig. Sie mögen Dressiert sein, aber sie sind noch nicht Domestiziert. Für diese Menschen gibt es ein Zurück zu natürlichem Leben und zu natürlicher Fortpflanzung, wo nicht Wille bestimmt sondern Liebe. So wie es Millionen Jahre vor Beginn der künstlichen Selektion normal war.

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