Wiesbaden

Wiesbaden 18062013

Wie die Zeit vergeht. Zwei Monate sind vorbei. Nach den drei Wochen in Athen. Ich frage mich was ich die ganze Zeit nur gemacht habe… Danach war ich eine Woche wieder in Wiesbaden. Kalt, nass unangenehm wie immer. Ich bin dort nicht Zuhause, war es nie. Hängengeblieben. Dann, eine Woche Kos. Ein erster Lichtblick in diesem Jahr. Von der Dachterrasse meines Apartments ein grandioser Ausblick auf den Hafen und das Meer. Gegenüber die Türkei, Bodrum. Kaum eine Stunde dauert eine Überfahrt. Es hat mich nicht gereizt hinüber zu fahren. Ich mag die Türken nicht. Sie leben in einer Welt von Vorgestern. Sie haben wie alle Gottgläubigen keine eigene Moral und kein Gewissen. Sie sind willige Knechte und Handlanger. Das derzeitige Geschehen im Land zeigt in diese Richtung. Die Jungen wollen leben, die Alten beten den Tod an und träumen vom Paradies jenseits der Wirklichkeit. Sie leben in einer Wahnwelt wie alle Gläubigen auf diesem Planeten. Gott ist nicht nur Tod wie Nietzche schrieb, Gott hat es nie gegeben, er ist nur ein Hirngespinst, nichts weiter. Die Gottgläubigen haben den Planeten an den Rand eines Kollaps geführt. Sie sind dabei alles natürliche Leben auf diesem Planeten zu vernichten. Sie vergessen dabei, dass sie selbst ein Teil der Wirklichkeit sind und mit ihrem Wahn verrecken werden. Der Traum von einem gelobten Land im Himmel bleibt ein Traum.
Eine Woche war ich in Kos. Das ganze Leben ist auf Touristen ausgerichtet. Eine einseitige Ausrichtung, sie bezahlen jetzt schon für diesen Wahn. Der allgemein übliche Wachstumsfetischismus, der neue Gott der Willigen, der Gottgläubigen, hat auf der Insel Spuren hinterlassen. Das Meer ist leergefischt. In Hundert Jahren haben sie ein Meer leergefischt. Nicht nur in Griechenland, überall auf der Welt. Schon in den Siebzigern begann der Fischreichtum des Mittelmeeres zu versiegen. Die Adria nur noch eine Kloake ohne Leben. Die Scheiße der Touristenhochburgen schwimmt mit den Badenden. Für die Fische ist diese Scheiße ein gefundenes Fressen. Sie verschlingen die Happen gierig. Leider sind nicht mehr genügend Fische da die Unmengen an Scheiße zu verdauen. So stirbt das Meer einen langsamen Tod. Aber es sind nicht nur die natürlichen Exkremente die das Meer verdrecken, es sind heute vielmehr die Wichsprodukte des menschlichen Geistes die eine Bedrohung für das Leben im Meer und auf dem Land bedrohen. Der geistige Dreck des Menschen ist überall und er hat unvorstellbare Ausmaße angenommen. Die künstliche Welt des Menschen verstopft alles Natürliche. Der künstliche Mensch. Das ist eigentlich das Thema des Buches an dem ich Arbeite, das ich mir vorgenommen habe zu Schreiben. Sozusagen als Abschlussbericht meines eigenen Lebens. Sechzig Jahre halte ich es nun schon auf diesem Planeten aus. Und mir ist immer klarer geworden, dass ich in eine Wahnwelt geboren wurde. Eine Wahnwelt, die von Geisteskranken, Irrsinnigen und Blöden erfunden wurde und von Geisteskranken, Irrssinnigen und Blöden am Leben erhalten wird. Sie werden nicht umkehren. Dazu wäre Einsicht und Einfühlungsvermögen nötig. Das haben sie nicht mehr. Die hemmungslose Züchtung von Leben, eben auch Menschenleben, hat Spuren in den Gehirnen hinterlassen. Der heutige Mensch, das heutige Leben an sich ist nur noch ein armseliger Abklatsch dessen was war bevor die Menschenzüchter die Macht an sich rissen und alles natürliche Leben zu vernichten begannen. Die Gehirne von Hunden sind ein Drittel kleiner geworden. Die willkürliche Zeugung bleibt nirgends ohne Folgen. Ein Teil der Menschheit muss vielleicht schon mit degenerierten Gehirnen leben die ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Zum Glück sind erst wenige Hundert Generationen Menschen gezüchtet worden. Das ist im Verhältnis zu anderen Tieren eine sehr geringe Zahl. Tiere die jedes Jahr gebären haben sich dagegen sehr deutlich verändert. Je schneller die Generationen aufeinanderfolgen, desto deutlicher sind die Spuren der Zeugungswillkür zu beobachten. Trotzdem, alle von Menschen ausgehende Gewalt findet ihre Ursache in missgebildeten Gehirnen. Gehirne die sich nicht mehr entwickeln können weil ihnen der Erfahrungsraum der Lebensraum fehlt und die Vorbilder an natürlichem Verhalten. In einer Wahnwelt kann sich kein Gehirn gesund entwickeln. Es verkümmert wie Kinder die keine Entfaltungsmöglichkeiten haben und geboten bekommen. Nahrung ist nur ein kleiner Teil dessen was ein Lebewesen braucht um sich gesund entwickeln zu können. Die Plastizität des menschlichen Gehirnes, die Entwicklung nach der Geburt ist lange geleugnet und verleugnet worden.
Ein Schutzmechanismus, mit dem sich Gezüchtete vor der Erkenntnis schützen nur Wichsprodukte des Geistes zu sein, Hirngespinste und keine Kinder der Liebe. Liebe spielt bei der willentlichen Zeugung keine Rolle. Wir leben mittlerweile in einem riesigen Viehstall, wir sind selbst zu Vieh geworden. Wer in diesen Viehstall geboren wird weiß wie jedes Tier, das nicht mehr in Freiheit auf natürliche Art gezeugt und geboren wurde was Freiheit ist. Wir wachen auf in einem Zuchthaus. In einem Menschenzuchthaus. Dieses Menschenzuchthaus wird von Menschen geführt. Von Pseudomenschen, sie sehen zwar aus wie Menschen, aber sie sind keine Menschen mehr, sie sind nur noch Klone, Wichsprodukte des Geistes. Hirngespinste. Dieses Leben ist nicht mehr von dieser Welt, wie das Leben, das in Millionen Jahren Evolution ohne jeglichen Eingriff eines Willens, eines Bewusstseins oder eines Geistes entstanden ist. Was wir heute als Leben sehen, sind nur noch armselige Wichsprodukte von willigen Gebärsauen und willigen Samenwichsern. Der Dreck, der geistige Dreck des Universums fand auf diesem Planeten einen perfekten Lebensraum. Der moderne Mensch selbst ist das Alien, das Monster, das sich auf diesem Planeten niedergelassen hat und nur ein Ziel kennt, die Vernichtung allen natürlichen Lebens auf diesem Planeten. Die Spuren dieses Vernichtungsfeldzuges finden sich auf dem ganzen Planeten.
Nach einer Woche Kos fuhr ich wieder ins kalte Deutschland. Ich sortierte Bilder und Eindrücke. Im Rücken immer noch die drei Wochen Athen mit einer Fülle von Eindrücken aber noch ohne Bilder. Ich beschloss noch eine Woche nach Athen zu fahren, diesmal mit Ausrüstung. Ich wollte den Verfall festhalten. Ich haben den Eindruck, dass dort eine Kultur zugrunde geht. Athen ist ein perfektes Beispiel für den Niedergang der Menschheit an sich. Die Anzeichen des Verfalls sind überall zu sehen. Nur Blinde und damit meine ich Blindgezüchtete nehmen diesen Verfall nicht wahr, eben weil sie gezüchtete sind und ein natürliches Leben, natürliche Fortpflanzung nicht mehr kennen. Athen ist ein besonderes Beispiel, in Athen können wir mehrere Kulturuntergänge betrachten. Da ist das alte Athen, die alte Kultur, die schon vor Zweitausend Jahren von der Bildfläche verschwand und deren Trümmer und Dreckhaufen wir heute immer noch sehen. Diese Stadt war schon damals ein aufgeblähtes Monster und sie ist es heute Wieder. Und wir können sehen wohin der Wachstumsfetischismus der Menschenzüchter führte und heute wieder führt. Damals wie heute lebte diese „Stadt“, die Führungseliten, von den Abgaben der willigen Gläubigen und damals wie heute war grenzenlose Habgier, grenzenloser Wachstumsfetischismus die antreibende Kraft. Als die Wälder in weitem Umkreis abgeholzt und in Rauch aufgegangen waren, ist sehr gut denkbar warum es mit der Stadt aus und vorbei war. Sie konnte nicht mehr eigenständig existieren. Wasser und Brennholz waren mit die Knappesten Güter. Der Transport in die riesige Metropole wurde immer Aufwändiger. Das ist das Problem aller Metropolen. Heute sind diese noch mehr in Zahl und Ausdehnung gewachsen und im Grunde noch anfälliger. In den großen Industrienationen gibt es kaum noch Selbstversorgern. Der Anteil der Landwirtschaft betreibenden Bevölkerung wird ständig geringer. Von fast 100 Prozent vor noch hundert Jahren zu einigen Wenigen Prozentpunkten heute. Bricht der Verkehr zusammen, bricht die Nahrungsmittelversorgung zusammen und in den modernsten Metropolen der Welt droht simpler, grausamer Hungertod. Nicht nur für ein paar Millionen. Weltweit sind Milliarden Menschenleben bedroht. Denn eines ist auch gewiss, alle Krisen die auf uns zukommen werden globale sein. Alle uns Alles ist betroffen und in Gefahr. Die Gefahr ist abzusehen. Aber genau wie man vor zweitausend Jahren Wissen konnte, was geschieht wenn die Wälder weiter abgeholzt werden, wird auch heute nichts geschehen angesichts der realen Bedrohung durch hemmungslose Ausbeutung und perversen Wachstumsfetischismus. Die herrschenden Eliten waren und sind nicht in der Lage auf die realen Bedürfnisse der Umwelt wie der Lebens einzugehen, sie leben wie alle Gläubigen in einer Wahnwelt und sie werden alles tun diese Wahnwelt zu erhalten. Das hat erst mit der totalen Selbstvernichtung ein Ende. Wir kennen dieses Beispiel in Deutschland ganz genau, das heißt wir sollten es kennen. Aber viele Jahrzehnte wurde der Wahn und Irrsinn der Führungseliten geleugnet. In einer Menschenzüchtergesellschaft sind die Züchter die am besten geschützten. Denn würde ein gezüchtetes Tier seine Züchter als Züchter erkennen, die keine Skrupel und Hemmungen haben sich am Leben zu vergreifen, auch am Leben ihrer eignen Kinder, wäre es mit der trügerischen Ruhe auf diesem Planeten ein für alle Mal vorbei. Ich kann nur hoffen, dass diese Erkenntnis sich verbreitet, denn das ist unsere einzige Chance tatsächlich unser Leben, unser Verhalten zu ändern und uns und den Nachfolgenden eine Überlebenschance zu erhalten. Die Menschenzüchter haben nur ein Ziel, die Vernichtung allen natürlichen Lebens auf diesem Planeten, einschließlich ihres eigenen. Sie sehnen sich nach dem Paradies im Jenseits. Wir sollten sie dabei, um des Paradieses auf Erden Willens, nicht aufhalten. Man möchte Zynisch sagen, im Gegenteil, unterstützen wir sie mit allen Mitteln so schnell wie möglich ihr Ziel zu erreichen, endlich zu verrecken und von diesem Planeten ein für alle Mal zu verschwinden.

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